Indoor Wassersport

Schwimmen kann Therapie und Wettkampf sein

Schwimmen ist wohl jene Sportart, die die meisten Menschen ausüben könnten, wenn sie denn Schwimmen könnten. Hört sich merkwürdig an? – ist es aber nicht. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) geht davon aus, dass rund ein Viertel aller Deutschen nicht Schwimmen kann. Alarmierend sei dabei, dass die Tendenz steige. Bei den Kindern über zehn Jahren liege der Prozentsatz der Nichtschwimmer sogar schon bei knapp 50 Prozent. Ursache dafür sei zu wenig Schwimmunterricht sowie der zunehmende Umbau von Schwimmbädern zu Spaßbädern.

Zurück zum „merkwürdigen“ Satz an Anfang. Die Zahlen der DLRG sind vor allem deshalb traurig, weil Schwimmen aktive Gesundheitspflege bedeutet und gleichzeitig auch Bestandteil vieler Therapien ist. Wer es kann, ist deshalb gut dran: Im Wasser können zum Beispiel stark Übergewichtige sanft trainieren, Verspannungen und Muskelschmerzen lassen sich lindern. Von Kindesbeinen bis ins hohe Alter hinein, ist Schwimmen der ideale Sport, um den gesamten Körper zu trainieren und die Haltung zu bewahren. Das geht übrigens auch dann, wenn ein Mensch mit Behinderungen leben muss.

Wenn es also gut ist, regelmäßig und zügig seine Bahnen zu ziehen, dann ist es sehr ratsam, eine Wassersportart auszuüben. Wer hoch hinaus will, der freundet sich vielleicht mit dem Turmspringen an. Es muss ja nicht gleich ein Sprung vom Zehnmeterbrett sein, um das Wasser anzutesten.

Wer es mit dem Fliegen nicht so hat, der bleibt im Schwimmbecken und verbessert hier seine Leistungsfähigkeit. Schwimmen ist eine internationale Wettkampfsportart, bei der es auf Technik und Schnelligkeit ankommt. Die richtigen Bewegungsabläufe sind Voraussetzung dafür, in Wettbewerben ganz vorn mitschwimmen zu können.

Sport muss jedoch nicht immer nur etwas mit Rivalität zu tun haben. Beispiele dafür sind etwa das Synchronschwimmen, bei dem sich jedes Teammitglied der Choreografie der geschwommenen Figuren unterordnen muss. Ebenfalls ein Mannschaftssport, aber schneller und „wilder“ als das Synchronschwimmen, ist Wasserball: Hierbei verbinden sich Teamgeist und Kampfeslust. Wasserball wird gern von Männern gespielt, während das Synchronschwimmen eine Domäne der Frauen ist.