Teamsport im Wasser

Bei Mannschaftssportarten will niemand im Wasser baden gehen

Der Reiz vieler Wassersportarten liegt sicher darin, dass sie in einem unberechenbaren Element ausgeübt werden. Ganz deutlich wird das zum Beispiel beim Surfen. Während jedoch der Surfer auf seinem Board ganz allein Wind und Wellen zu meistern sucht, setzen andere Wassersportarten das Zusammenwirken im Team voraus. Das gilt etwa für das Hochsee-Segeln. Wenn mit einer Jacht der Atlantik überquert wird, dann muss sich die Crew zu hundert Prozent aufeinander verlassen können. Jeder hat eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen und im Notfall müssen alle auf ein Kommando hören. Hochsee-Segeln ist deshalb nicht nur körperlich eine sehr fordernde Sportart, sondern formt auch den Charakter. Ausgesprochene Individualisten oder gar Eigenbrötler sind beim Hochsee-Segeln eher auf dem falschen Dampfer. Sie können sich aber dennoch als Einhandsegler durch Flüsse und Seen manövrieren. Hier sind es dann weniger die Wellen, die hohe Anforderungen an das Können stellen. Dafür muss ein Segler auf Binnengewässern sich gut mit Strömungen auskennen.

Nicht nur draußen auf hoher See kann man Wassersportarten im Team ausüben. Das geht durchaus auch im heimischen Hallenbad; man muss nur die richtigen Mitstreiter und einen Trainer finden. Der Begriff „Mannschaftssportart” hat dabei zwei Facetten. Die eine ist es, in einem Verein Mitglied eines Teams zu sein, in dem dennoch jede Einzelleistung bewertet wird. Ein gutes Beispiel dafür wäre etwa das Staffelschwimmen. Die zweite Bedeutung des Begriffs „Mannschaftssportart” sind jene Disziplinen, bei denen es ausschließlich um die Gesamtleistung geht. Wenn etwa beim Synchronschwimmen jemand nicht mit den anderen harmoniert, dann geht das gesamte Team baden. Unkoordiniertes Verhalten, mangelnde Disziplin und Vergesslichkeit haben in dieser Sportart nichts zu suchen. Dafür bietet aber eine gelungene Choreografie die großartige Erfahrung, meisterlicher Körperbeherrschung und einer tief empfundenen Zusammengehörigkeit.

Kampfgeist, Schnelligkeit und das intuitive Erkennen von Situationen, Passmöglichkeiten und Abwehrlücken sind gefordert, wenn jemand gut Wasserball spielen will. Dazu müssen die Teammitglieder auch sehr fit sein, um sich über die gesamte Distanz des Spiels schnell im Wasser bewegen zu können.